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VOLLSTÄNDIGER GUIDE · AKTUALISIERT 2026-07-21

PII-Leaks in LLMs stoppen

PII leckt im Moment des Prompts in LLMs: Ein Mitarbeiter fügt einen Kundendatensatz, einen Vertrag, ein Logfile in ein Chat-Fenster ein — und die Daten liegen auf fremder Infrastruktur, bevor irgendeine Netzwerkkontrolle sie sieht. Richtlinien verhindern das nicht, und Netzwerk-DLP kann es meist nicht. Was funktioniert: die Erkennung dorthin verlegen, wo das Leck entsteht — auf das Gerät, vor dem Absenden, mit einem Scanner, der im Zweifel blockt.

AUF DIESER SEITE
1 · Schatten-KI: das reale Bedrohungsmodell 2 · Warum die klassischen Kontrollen es verfehlen 3 · On-Device-Erkennung: die Architektur, die funktioniert 4 · Fail-safe vs. fail-open — das entscheidende Detail 5 · Vom einzelnen Browser zur ganzen Organisation

1 · Schatten-KI: das reale Bedrohungsmodell

Schatten-KI (Shadow AI) heißt: Mitarbeiter nutzen KI-Tools — öffentliche Chatbots, Browser-Extensions, Code-Assistenten — außerhalb der von der IT freigegebenen Kanäle. Sie tun es, weil es funktioniert. Verbote erzeugen Umgehungen, keine Compliance: private Handys, persönliche Accounts, unbeobachtete Browser. Das realistische Bedrohungsmodell ist deshalb nicht der böswillige Insider, sondern der hilfsbereite Mitarbeiter im falschen Kanal: Kunden-PII im Übersetzungs-Prompt, Quellcode mit eingebetteten API-Keys in der Debugging-Anfrage, Finanzzahlen im „Fass das zusammen"-Paste.

Was das schlimmer macht als klassische Schatten-IT: Die eingefügten Daten liegen nicht in einer nicht freigegebenen App, die sich später auditieren lässt — sie landen in einem Drittmodell, wo Speicherung, Logging und Trainingsnutzung von Bedingungen, Tarif und Konfiguration des Anbieters in genau diesem Moment abhängen.

2 · Warum die klassischen Kontrollen es verfehlen

3 · On-Device-Erkennung: die Architektur, die funktioniert

Der einzige Punkt, an dem Prävention noch möglich ist, ist das Gerät selbst — zwischen Tippen und Absenden. Daraus folgt eine bestimmte Architektur:

4 · Fail-safe vs. fail-open — das entscheidende Detail

Jeder Scanner trifft irgendwann auf Input, den er nicht verarbeiten kann. Die Designfrage ist, was dann passiert. Fail-open — im Fehlerfall offen — wertet Scanner-Versagen als „kein PII gefunden“ und lässt den Prompt durch: Jeder Bug wird zum stillen Leck. Fail-safe — im Fehlerfall sicher — blockt, wenn der Scanner kein Urteil liefern kann: Jeder Bug wird zur sichtbaren Unannehmlichkeit. Bei personenbezogenen Daten ist die Wahl keine Geschmacksfrage: Unter der DSGVO haften Sie für das Leck, nicht für die Unannehmlichkeit. Stellen Sie jedem Anbieter genau diese eine Frage; die Antwort sortiert den Markt.

5 · Vom einzelnen Browser zur ganzen Organisation

On-Device-Schutz sichert den Endpunkt. Die organisatorische Ebene ist ein Enforcement-Gateway vor jedem freigegebenen KI-Aufruf: Es klassifiziert jede Anfrage, wendet BLOCK / SANITIZE / ALLOW zentral an, routet sensible Workloads auf lokale Modelle und signiert jede Entscheidung in einen Audit-Trail — womit nebenbei die Protokollierungspflichten des EU AI Act erfüllt werden. Die vollständige Architektur — inklusive des Nachweises, wo Ihre KI tatsächlich läuft — steht im Pillar-Guide: Was ist Sovereign AI?

Die Endpunkt-Ebene können Sie sofort testen: Die OSI Shield Community Edition ist kostenlos — installieren, eine Test-Kreditkartennummer in einen beliebigen Chatbot einfügen und zusehen, wie sie nie ankommt.

ERST SPÜREN, DANN SKALIEREN

Das Shield ist kostenlos. Das Gateway ist eine Demo entfernt.

Heute auf einem Gerät starten, morgen jeden KI-Aufruf kontrollieren.